Effekte von Krebsmedikamenten und Resistenzmechanismen

Hintergrund: In vielen klinischen Situationen ist es nicht einfach abzuschätzen welches Medikament für welchen Patienten eingesetzt werden soll. Eine individuell auf den Patienten angepasste Behandlung könnte die Effizienz und den Erfolg einer Therapie maßgeblich verbessern. Die Erfassung von Änderungen des Proteoms von Tumorzellen, welche mit Zytostatika behandelt wurden, erlaubt uns, Medikamenteneffekte sowie die Bereitschaft zur Entwicklung von Resistenzen vorherzusagen. Die Reaktion der Tumorzellen auf eine bestimmte Therapie wird außerdem massiv durch den chronischen Entzündungszustand des Tumors und des umliegenden Stromas beeinflusst.

Methoden und Modelle: Molekulares Profiling (I, II), „targeted“ Analysen (III) und Zellkultur (IV). Verschiedene Tumorzellen werden mit metallo-organischen Krebstherapeutika behandelt. Die Bestimmung der Apoptose und Nekrose-Rate sowie der Zellzyklusverteilung wird mit Hilfe von klassischen Methoden wie FACS-Analysen (St. Anna CCRI) und Annexin V-Propidiumiodid Färbung durchgeführt. Blutproben werden während Krebstherapien gesammelt.

Ziele: Verbesserung von Krebstherapien durch Patientenstratifizierung und Überwachung der therapeutischen Effekte im Rahmen einer Behandlung.

Kooperationspartner:

  • Prof. DDr. Bernhard Keppler, Fakultät für Chemie, Universität Wien
  • Prof. Dr. Walter Berger, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Medizinische Universität Wien
  • Prof. Dr. Margit Cichna-Markl, Fakultät für Chemie, Universität Wien